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Ur-Veyatisch - Phonologie

- Vokale: /a e i o u ae/

Ur-Veyatisch - Phonologie

Profil

  • Vokale: /a e i o u ae/
  • Produktive Diphthonge: /ey ai au/
  • Konsonanten: /p b t d k g kh m n f v s z sh zh h th dh l r w j/
  • Silbenstruktur: (C)(C)V(C) bis (C)(C)V(C)(C) in feierlichen oder konservativen Wörtern
  • Typische Kodae: r, l, n, t, k, th, s, sh
  • Betonung: auf der Wurzelsilbe; häufig ist das die erste volle Silbe
  • Klangcharakter: dunkel genug für Altertiefe, aber nicht blockig; getragen und wellenförmig statt hart stakkatohaft

Inventarzählung

  • Kernvokale: 6
  • Produktive Diphthonge: 3
  • Kernkonsonanten: 21

Phonotaktische Tendenzen

  • Anlautcluster bleiben begrenzt und familieneigen: thr, shr, khl, dr, vr, sw
  • Innere Sonorantenfolgen wie -yar-, -var-, -ral-, -than- sind häufig
  • Schwere Endränder sind erlaubt, aber nicht dominant; die Sprache lebt von Wechsel zwischen offener Mitte und markiertem Wortende
  • Wortfinales r bleibt meist klar hörbar; wortfinales t wird in kultischer oder langsamer Rede häufig als th ausgestrichen

Historisch wichtige Muster

  • ey bleibt ein Kernmerkmal der Sprachfamilie und ist eines der deutlichsten Erbzeichen in Rede- und Wahrnehmungswörtern
  • ae wirkt oft deiktisch oder nominalstabilisierend, besonders in alten Determinern und feierlichen Eigenschaftswörtern
  • Nebenvokale können in schneller Rede geschwächt werden, werden in Stein-, Lied- und Rechtsformeln aber voll getragen

Eindruck für Neuschöpfungen

Ein neues ur-veyatisches Wort klingt passend, wenn es:

  • keine klar irdische Lehnnähe zeigt
  • eine erkennbare Wurzel mit resonantem Kern besitzt
  • lieber mit th, sh, zh, ae, ey, -r, -n, -th arbeitet als mit modernen europäisch wirkenden Mustern
  • weder so offen und glatt wie Veyrathi noch so reduziert und kantig wie Veytharisch klingt

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