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Saithanisch - Morphologie

- deutlich nominaler als die veyatischen Sprachen

Saithanisch - Morphologie

Morphologisches Profil

  • deutlich nominaler als die veyatischen Sprachen
  • stark suffixierend, aber mit alter Flexionsschicht
  • bevorzugt Definition, Klassifikation und Nominalisierung gegenüber alltäglicher Verbalökonomie
  • keine grammatische Geschlechtsklasse; Titel und Rollen sind lexikalisch, nicht flektierend
  • keine Artikel im Standardsystem

Wortklassen

WortklasseProfilBeispiele
NomenGrundträger von Begriff, Titel, Kodex, Verfahrensaith, kethum, mnorum
Verbenformal, stark regularisiert, häufig in Definitionen und Lehrsätzenskaivekh, mnorekh, draukekh
Adjektivemeist relational und unflektiertsaithin, kethin, mnorin
Partikelnsparsam, meist logische oder formelhafte Funktionna (Negation), ul (ohne, mangelnd)
Kompositahochproduktiv in Fachsprache und Institutionennamenmnorvaur, kethselthum

Typische Wortendungen

EndungFunktionBeispiel
-thkompakter Kernbegriff, oft kanonisch oder definitorischsaith, keth
-ethabstrakter Vorgang, Feld, Disziplinskaiveth, drauketh
-aithLehrsatz, Doktrin, axiomatische Schichtthaelaith, kethaith
-orRolle, Amtsträger, Fachpersonkaivor, mnoror
-arAmt, Mandat, institutionelle Funktionkethar
-umKodex, Korpus, geordnetes Ganzeskethum, mnorum, selthum
-skorSchema, taxonomische Ordnungskaivskor
-einKlasse, Typ, wissenschaftliche Kategoriemorkein
-irEinheit, Partikel, diskrete Fachgrössegrathir, neldir
-akhInstrument, Apparat, Gefässkaivakh, eirnakh
-inrelationales Adjektivsaithin, selthin
-ekhZitierform des Verbskaivekh, kethekh

Nominalmorphologie

Numerus

  • Grundform: unmarkierter Singular
  • Zählplural: -im
  • Kollektiv/Corpusplural: -aum

Beispiele:

  • kaivor -> kaivorim
  • mnoror -> mnororim
  • saith -> saithaum

Kasus und Funktionsmarker

FunktionMarkerKernbedeutungBeispiel
Grundform-0Zitierform, Subjekt, allgemeiner Begriffketh
Genitiv-enZugehörigkeit, Unterordnung, "von"kethen vaur = Haus des Rechts
Direktiv/Dativ-arfür, zu, auf etwas hinsaithar = für das Wissen / zum Wissen hin
Lokativ-urin, innerhalb, am Sitz einer Institutionmnorvaurur = im Archivhaus
Instrumental-ismittels, durch, nach einem Verfahrenkaivethis = durch Messung
Essiv/Klassifikativ-athals, in der Rolle/Kategorie vonmorkeinath = als Stoffklasse

Hinweise:

  • Kasusmarker folgen nach eventuellen Pluralmarkern: kaivorim-en.
  • Nach schweren Auslauten bleiben die Marker in der Orthographie voll erhalten; Saithanisch vermeidet starke Lautglattung.
  • Bei sehr dichten Fachstammen kann vor instrumentalen oder klassifikativen Suffixen eine schwache Bindevokalstufe erscheinen; in der Standardschreibung wird sie aber meist nicht eigens markiert.

Adjektive

  • Relationale Adjektive werden vor allem mit -in gebildet.
  • Sie flektieren nicht nach Numerus oder Kasus.
  • In formeller Prosa stehen sie meist vor dem Nomen.

Beispiele:

  • saithin vaur = gelehrtes / akademisches Haus
  • kethin selthum = rechtliche Verfahrensordnung
  • mnorin iskareth = archivale Definition

Verbmorphologie

Grundmuster

  • Zitierform: Stamm + -ekh
  • Finite Formen tragen keine Personenendung; Person wird über Nomen oder Kontext erschlossen.
  • Universal- und Lehrsätze bevorzugen die gnomiche Grundform.
FormBildungFunktionBeispiel
ZitierformStamm + -ekhLexikonformskaivekh
Gnomic/LehrformStamm + -ekDefinition, allgemeine Wahrheitskaivek
Dokumentarische VergangenheitStamm + -enprotokollierte, bezeugte Vergangenheitskaiven
Injunktiv/RitualformStamm + -athVorschrift, Lehrbefehl, Ritualsatzskaivath
Partizip/ResultatStamm + -ingeordnet, verzeichnet, klassifiziertskaivin

Unregelmässige Kopula

FormBedeutung
eskist, gilt als
esenwar, galt
esathsei, gelte

Derivation

Abstrakte Begriffe

SuffixFunktionBeispiel
-ethVorgang, Feld, geordnete Abstraktionmnoreth, kaiveth
-aithLehre, Prinzipienblöcke, doktrinale Abstraktionsaithaith, thaelaith

Rollen und Ämter

SuffixFunktionBeispiel
-orFachperson, Trager einer Funktiondraukor, saithor
-arAmt, Rangstelle, institutionelles Mandatkethar

Systeme und Ordnungen

SuffixFunktionBeispiel
-umKodex, Korpus, geordnetes Ganzeskethum, mnorum
-skorSchema, Raster, taxonomische Ordnungskaivskor

Wissenschaftliche Kategorien

SuffixFunktionBeispiel
-einKlasse, Typ, beobachtbare Kategoriemorkein
-irEinheit, Partikel, kleinste diskrete Grössegrathir, neldir
-athklassifikative Rollenmarkierung im Satzmorkeinath

Instrumente und Apparaturen

SuffixFunktionBeispiel
-akhMess-, Beobachtungs- oder Verfahrensgerätkaivakh, eirnakh, draukakh

Komposition

  • Rechtsköpfig: das letzte Glied bestimmt die Grundklasse.
  • Komposita werden in der Regel zusammengeschrieben.
  • Besonders häufig sind Institutionstermen und Verfahrensnomen.

Beispiele:

  • mnor + vaur -> mnorvaur = Archivhaus
  • keth + selthum -> kethselthum = Prozessordnung
  • iskar + keth -> iskarketh = Definitionsnorm
  • grath + kaiveth -> grathkaiveth = Massenmessung
  • solk + draukakh -> solkdraukakh = Bindungsanalysator
  • keln + eirnakh -> kelneirnakh = Zellscanner / Zellsensor

Kurzcharakter

Saithanische Morphologie wirkt gelehrt, dicht und begriffszentriert: viele Nomen, viele systematische Ableitungen, wenige alltägliche Partikeln und eine klare Vorliebe für Kodizes, Disziplinnamen und Rollenbezeichnungen.

In diesem Abschnitt

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