Alt-Veyata - Phonologie
Profil
- Vokale: /a e i o u/
- Produktive Diphthonge: /ey ai au/
- Konsonanten: /p b t d k g kh m n f v s z sh zh h th l r w y/
- Silbenstruktur: meist
(C)(C)V(C), in markierten Formen auch(C)(C)V(C)(C) - Typische Kodae:
r,l,n,s,th - Betonung: konservativ auf der Wurzelsilbe, in der Koine bereits oft auf der vorletzten vollen Silbe
- Klangcharakter: dichter und älter als Veyrathi, aber weniger blockig und mineralisch als Ur-Veyatisch
Inventarzählung
- Kernvokale: 5
- Produktive Diphthonge: 3
- Kernkonsonanten: 19
- Gesamteindruck: mittlere Konsonantendichte bei deutlich sichtbarer Glattung gegenüber der Ursprungssprache
Hauptentwicklung aus dem Ur-Veyatischen
- Alte Vollformen auf
-arkippen vielfach in offenere Formen auf-a: veyar->veyraseyar->seyranavar->nava- Deiktische Formen mit
ae/auwerden in der Koine oft zu offeneren Formen nivelliert: aer->araaur->ora- Schwere Cluster werden reduziert, aber nicht voll aufgelöst.
khbleibt noch erhalten, verschwindet später in östlichen Linien häufig weiter.
Phonotaktische Tendenzen
- Anlautcluster bleiben begrenzt und familiennah:
thr,shr,dr,vr,khlin konservativen Lagen- Im Alltagsregister werden clusterreiche Formen eher geglättet:
thr-->th-odertr-in schneller Rede- Sonorante Folgen wie
-yor-,-var-,-lor-,-than-bleiben häufig und tragend für den Sprachrhythmus. - Wortfinales
rist noch regulär, aber in schneller Rede schwach genug, um die spätere Glattung vorzubereiten.
Unterschiede zu den Tochtersprachen
- Gegenüber Veyrathi bewahrt Alt-Veyata mehr schwere Wortränder und mehr volle Endsilben.
- Gegenüber Veytharisch reduziert Alt-Veyata weniger und hält den Mittelteil der Wörter oft offener.
- Der Erbdiphthong
eybleibt zentral; Veyrathi behält ihn weitgehend, Veytharisch zieht ihn oft zuei.
Prosodie
- Konservative Satzmelodie arbeitet mit breiteren Takten als das spätere Veyrathi.
- Die Koine beschleunigt bereits in häufigen Satzmustern, besonders bei Partikelketten.
- Nichtverbale Prädikate wirken prosodisch sehr kompakt:
ara thalor zeyanu=ren naar draz- Markierte Formen mit
feratragen einen eigenen Prädikationstakt.
Typische Lautregeln
eybleibt stabil und ist eines der klarsten Erbzeichen der Sprachfamilie.auüberlebt vor allem in Distalformen, Vollformen und gehobener Rede.khschwankt zwischen rauem Reibelaut und hartem Hauchlaut; westliche Folgeformen bewahren ihn eher als östliche.- Zwischen Vokalen wird
hoft weich; in schneller Koine kann es fast wegfallen.
Beispielhafte Minimaloppositionen
veyra= sprechenvera= wählen, bestimmenthalor= Ratthelor= geöffnet, aufgeschlossenzeya= neuseya= neutrale Vollform der Person