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Ur-Veyatisch - Übersicht

Zweck: Rekonstruierte gemeinsame Ursprungssprache von Veyrathi und Veytharisch.

Ur-Veyatisch - Übersicht

Zweck: Rekonstruierte gemeinsame Ursprungssprache von Veyrathi und Veytharisch.

Status

  • Ur-Veyatisch ist keine moderne Nationalsprache und keine aktuelle Standardsprache.
  • Es wirkt als frühe Sprachstufe der alten Küsten-, Fluss- und Ratsbünde Enaris: kultisch, rechtlich, seefahrerisch und episch, nicht nationalstaatlich.
  • Die Sprache soll alt, glaubwürdig und eigenständig klingen: schwerer und tiefer als Veyrathi, offener und resonanter als Veytharisch.
  • Im Weltgefühl steht Ur-Veyatisch bewusst auf Distanz zu heutigen Machtzentren. Es ist Ahnenrede, nicht Amtsnorm.

Gesamtprofil

  • Klang: sonorant, archaisch, leicht mineralisch; häufige Folgen wie ae, ey, au, th, zh, -r, -th, -n
  • Typologie: mässig suffixierend mit alten Reliktpartikeln; Wurzeln bleiben klar sichtbar
  • Satzbau: stark informationsstrukturiert; Rechts- und Tafelstil bevorzugt Verbspätstellung, Erzählstil erlaubt frühes Verb
  • Nominalphrase: Grundmuster Det + Nomen + Adjektiv; vorangestellte Adjektive sind feierlich, kontrastiv oder eidsprachlich
  • Verben: viele Grundformen enden auf -ar; alte Partikeln für Prospektiv, Irrealis und Negation stehen vor dem Verb
  • Morphologische Marker: Abstrakta auf -at, belebte/sozial markierte Plurale auf -i, kollektive Plurale auf -an

Rolle in der Sprachfamilie

  • Veyrathi erbte aus Ur-Veyatisch die offenere Silbenführung, die Tendenz zu klaren Stammen und die kopulalose Normalprädikation.
  • Veytharisch erbte die dichteren Wortränder, die stärkere Klammer im Satz und die konservativere Bewahrung alter Partikeln.
  • Ur-Veyatisch ist daher kein Mittelwert zwischen beiden Tochtersprachen, sondern die glaubwürdige ältere Quelle, aus der beide verschiedene Teile bewahrt haben.

Inhalt

  • Phonologie
  • Morphologie
  • Lautwandel zu den Tochtersprachen
  • Kernlexikon
  • Beispiele

In diesem Abschnitt

Ur-Veyatisch - Übersicht