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Veyrathi - Grammatik-Audit

Dieses Dokument hält den Stand des Grammatik-Audits nach dem Systemabgleich von Morphologie, Syntax, Pragmatik, Lexikon und Beispielen fest. Der Fokus liegt...

Veyrathi - Grammatik-Audit

Zweck

Dieses Dokument hält den Stand des Grammatik-Audits nach dem Systemabgleich von Morphologie, Syntax, Pragmatik, Lexikon und Beispielen fest. Der Fokus liegt jetzt auf den bereits eingezogenen Regelpaketen; strukturell offene Kernlücken bleiben im aktuellen Stand nicht mehr.

Bereits eingearbeitete Kernkorrekturen

1. Finite Verbgrundform geklärt

  • Die unmarkierte finite Verbform ist jetzt explizit mit der Zitierform auf -a gleichgesetzt.
  • Die alte Beschreibung "Präsens = Stamm" war mit Lexikon und Beispielen nicht vereinbar.
  • Eingearbeitet in 03_Morphologie.md.

2. Verbalkomplex geordnet

  • Die Stellung von no, sa, han und kei ist jetzt als fester preverbaler Slot beschrieben.
  • kei ist sauber von linken Satzkonnektoren getrennt.
  • Eingearbeitet in 03_Morphologie.md und 04_Syntax.md.

3. Nullartikel und Orts-NPs geregelt

  • Der alltägliche Nullartikel bei schwach individuierten oder routinisierten Referenten ist jetzt beschrieben.
  • Lokale Nominalphrasen ohne eigene Präpositionen sind jetzt als Standardmuster dokumentiert.
  • Eingearbeitet in 04_Syntax.md.

4. Objektstellung explizit gemacht

  • Objektpronomen und freie Objekte haben jetzt eine dokumentierte Grundstellung im Satz.
  • Eingearbeitet in 04_Syntax.md.

5. Relativsatzregel geschärft

  • Relativsätze sind jetzt als Gap-Strategie beschrieben.
  • Das alte Beispiel, das fälschlich eine volle Subjektwiederaufnahme nahelegte, wurde ersetzt.
  • Eingearbeitet in 04_Syntax.md.

6. Pronominalpraxis in Gruppen präzisiert

  • Der neutrale Pluraldefault sen ist jetzt von geschlechtsbezogenen Pluralreferenzen abgegrenzt.
  • Eingearbeitet in 05_Semantik_Pragmatik.md.

7. Beispielmaterial bereinigt

  • Ein widersprüchlicher Prädikatsatz wurde auf die dokumentierte NP-Struktur zurückgeführt.
  • Eingearbeitet in 08_Beispiele.md.

8. Inhaltsfragen integriert

  • Ein geschlossener Interrogativsatz für Person, Sache, Auswahl, Ort, Zeit, Grund, Art und Menge ist jetzt festgelegt.
  • Die Stellung im linken Fokusfeld und die Einschränkung von In-Situ-Fragen auf Echo- und Rückfragen sind dokumentiert.
  • Eingearbeitet in 04_Syntax.md, 06_Lexikon.md und 08_Beispiele.md.

9. Markierte nichtverbale Prädikation geschlossen

  • Für nominale und adjektivische Prädikate ausserhalb des unmarkierten Präsens ist jetzt fera als Stützverb festgelegt.
  • Negation, Tempus, Resultativ und Irrealis können dadurch systematisch mit nichtverbalen Prädikaten kombiniert werden.
  • Eingearbeitet in 03_Morphologie.md, 04_Syntax.md und 08_Beispiele.md.

10. Adverbhierarchie geregelt

  • Diskurs-, Frequenz-, Art-und-Weise-, Orts- und Zeitadverbiale haben jetzt eine dokumentierte Default-Reihenfolge.
  • Die Sonderstellung von Gradpartikeln bei Adjektiven ist explizit von freien Satzadverbialen getrennt.
  • Eingearbeitet in 04_Syntax.md und 08_Beispiele.md.

11. Valenzgrundklassen dokumentiert

  • Die häufigsten Verbmuster sind jetzt als Grundklassen für Intransitiva, Transitiva, Lokativverben, Transferverben und Satzkomplementverben beschrieben.
  • Die Sonderstellung von Empfängerpronomen bei Transferverben ist dabei mitgeregelt.
  • Eingearbeitet in 03_Morphologie.md, 04_Syntax.md und indirekt im Beispielmaterial.

12. Erweiterte Relativsätze ausgebaut

  • Possessor-, Orts- und Instrumentrelativierung sind jetzt mit resumptiven Strategien belegt.
  • Die Gap-Strategie bleibt als unmarkierter Standard für Subjekt- und Objektrelativsätze erhalten.
  • Eingearbeitet in 04_Syntax.md und 08_Beispiele.md.

13. Prosodische Fokusmuster dokumentiert

  • Neutrale Hauptakzentverteilung, Kontrastfokus, Korrekturakzent, Echofrage und ritualisierte Phrasierung sind jetzt beschrieben.
  • Die Schnittstelle zwischen Voranstellung und prosodischer Gewichtung ist damit explizit gemacht.
  • Eingearbeitet in 04_Syntax.md und 08_Beispiele.md.

14. Lexikonnahe Einzelvalenz eingezogen

  • Die häufigsten Verblemmata tragen jetzt direkte Valenzhinweise im Lexikon.
  • Dadurch sind Grundmuster und typische Anschlüsse pro Lemma ohne Rückgriff auf den Morphologie- oder Syntaxteil lesbar.
  • Eingearbeitet in 06_Lexikon.md.

15. Dialogpartikeln integriert

  • Ein kleiner kanonischer Satz von Turn-, Zöger-, Halt- und Zweifelspartikeln ist jetzt beschrieben.
  • Bestehende Kurzformen wie vel, dari und shoi sind dialogisch mitverankert.
  • Eingearbeitet in 04_Syntax.md, 05_Semantik_Pragmatik.md, 06_Lexikon.md und 08_Beispiele.md.

16. Anredepaket integriert

  • Vokativstellung, dringliche Anrede mit thal, soziale Nähe mit saren, Kollektivanrede mit senar und mehrere Titelanreden sind jetzt geregelt.
  • Eingearbeitet in 04_Syntax.md, 05_Semantik_Pragmatik.md, 06_Lexikon.md und 08_Beispiele.md.

17. Fragmentrede und Reparatur geregelt

  • Einwortantworten, Fokusfragmente, Selbstreparatur und literarische Abbruchmarkierung mit ... und -- sind jetzt dokumentiert.
  • Eingearbeitet in 04_Syntax.md, 05_Semantik_Pragmatik.md und 08_Beispiele.md.

18. Szenenpaket als Belastungstest angelegt

  • Mehrere kurze Dialogszenen in unterschiedlichen sozialen Lagen testen Markt, Tor, Rat, Intimrede, Abschied und Werkstattgespräch.
  • Eingearbeitet in 08_Beispiele.md.

19. Umgangsregister, Schimpf- und Zuneigungslexik integriert

  • Eine eigene Schicht für lockere Figurenstimmen, Konfliktformen und intime Anrede ist jetzt dokumentiert.
  • Eingearbeitet in 05_Semantik_Pragmatik.md, 06_Lexikon.md und 08_Beispiele.md.

20. Enarische Verwandtschafts- und Bindungslogik integriert

  • Der Wortschatz trennt jetzt systematisch biologische Beitragselternschaft (janor) von alltäglicher Aufzucht (ravor) und bildet Elterngruppe, Brutgeschwister, Haushaltsbindung und Aufzuchtpartnerschaft explizit ab.
  • Nicht-romantische Nähe ist dabei als Default der Beziehungslexik dokumentiert; Sorge, Eid, Brut und Haushalt tragen die Hauptlast sozialer Intimität.
  • Eingearbeitet in 05_Semantik_Pragmatik.md, 06_Lexikon.md und 08_Beispiele.md.

21. Lebensphasen-, Erziehungs- und Ausbildungslogik integriert

  • Die Sprache bildet jetzt neutrale Kindreferenz vor der Geschlechtsausdifferenzierung, formelle Anerkennungsbenennung (meya-therath) und funktionsorientierte Lernpfade (zhalath-kavar) explizit ab.
  • Aufzucht (ravor) und Unterweisung (bazhalor) sind als getrennte soziale Rollen dokumentiert; seltene Lernende (isi-zhalor) tragen zusätzliche Schutz- und Statusmarkierung.
  • Eingearbeitet in 05_Semantik_Pragmatik.md, 06_Lexikon.md und 08_Beispiele.md.

22. Medien-, Unterhaltungs- und Alltagskulturlogik integriert

  • Die Sprache bildet jetzt öffentliche Hörformate, Stimmennetz, Erzählvortrag, Wettspiel und Gemeinschaftsmahl als eigene alltagsnahe Kulturfelder ab.
  • Informelle Umlaufnachrichten (kethar-rathen) sind von institutioneller Verlautbarung (thalor-rathen) getrennt; Freizeit erscheint vor allem als gemeinsame, gruppenoffene Praxis.
  • Eingearbeitet in 05_Semantik_Pragmatik.md, 06_Lexikon.md und 08_Beispiele.md.

23. Technologie- und lokale Raumfahrtlogik integriert

  • Die Sprache bildet jetzt moderne Technik als alltagsnahe Systemwelt aus Messung, Anzeige, Code, Energie und Steuerung ab und verankert lokale Raumfahrt als administrativ-technisches Feld.
  • Orbit (melyth-kavar), Raumhafen (moran-verun), Raumfahrzeug (moran-kovath) und Start (sortalath) sind dabei bewusst aus vorhandenen Veyrathi-Wurzeln aufgebaut statt über offen irdische Lehnmuster.
  • Eingearbeitet in 05_Semantik_Pragmatik.md, 06_Lexikon.md und 08_Beispiele.md.

24. Digitale Alltagskommunikation und Stadttechnik integriert

  • Die Sprache bildet jetzt persönliche Geräte, Direktkanäle, Kurznachrichten, Zugangscodes, Stadtanzeigen, Leitstellen sowie Energie-, Wasser- und Sensornetze als alltagsnahe Standardschicht ab.
  • Digitale Kommunikation ist dabei als funktionale Koordination modelliert, nicht als automatisch intime Sphäre; Stadttechnik folgt der bereits etablierten Veyrathi-Logik von Fluss, Steuerung und Zugangsstatus.
  • Eingearbeitet in 05_Semantik_Pragmatik.md, 06_Lexikon.md und 08_Beispiele.md.

25. Handwerks-, Produktions- und Materiallogik integriert

  • Die Sprache bildet jetzt Holz, Stein, Metall, Ton, Stoff, Seil, Werkzeug und Werkstattabläufe als zusammenhängende alltagsnahe Produktionsschicht ab.
  • Material- und Werkzeuglexik folgt dabei einem nativen Zusammenspiel aus Stoffwurzel, Handlungsverb, Rollenbildung und Komposition statt losem Einzelwortimport.
  • Eingearbeitet in 06_Lexikon.md und 12_Wurzelregister.md.

26. Haushalts-, Kleidungs- und Haltungslogik integriert

  • Die Sprache bildet jetzt tragbare Kleidungsteile, Lager- und Kochobjekte, Reinigungsgeräte sowie ruhige, niedrige und angelehnte Körperhaltungen als alltagsnahe Standardschicht ab.
  • Haushalt erscheint dabei als geordnete Praxis aus Verstauen, Abdecken, Servieren und Reinigen; Kleidung bleibt funktional, schichtbar und materialnah beschrieben.
  • Eingearbeitet in 06_Lexikon.md und 12_Wurzelregister.md.

27. Sicherheits-, Verwaltungs- und Ordnungslogik integriert

  • Die Sprache bildet jetzt Wache, Alarm, Genehmigung, Register, Gebühr, Fracht, Quittung, Archiv und Patrouille als geschlossene öffentliche Organisationsschicht ab.
  • Verwaltung und Ordnung erscheinen dabei als abgestufte Kombination aus Zugriff, Nachweis, Sperre, Pflicht und geordneter Bewegung statt als bloße Lehnwortliste.
  • Eingearbeitet in 06_Lexikon.md und 12_Wurzelregister.md.

28. Abstrakta-, Wertungs- und Diskurslogik integriert

  • Die Sprache bildet jetzt Vertrauen, Zweifel, Grund, Gewohnheit, Brauch, Risiko, Geduld, Dringlichkeit, Behauptung und Vergleich als produktive Diskurs- und Bewertungsfelder ab.
  • Dadurch lassen sich alltägliche und formellere Urteile, Begründungen und vorsichtige Einordnungen jetzt deutlich dichter innerhalb des eigenen Lexikons ausformulieren.
  • Eingearbeitet in 06_Lexikon.md und 12_Wurzelregister.md.

29. Synonymie-, Hyperonymie- und Homonymielogik integriert

  • Der Wortschatz ist jetzt ausdrücklich als semantisches Netz mit Registersynonymen, Oberbegriffen und begrenzt kontextauflösbarer Homonymie beschrieben.
  • Alltags-, Fach- und Institutionensprache können dadurch natürliche Konkurrenzformen und fokussierende Präzisierung aus dem eigenen Material bilden, ohne den Standard zu entgleisen.
  • Eingearbeitet in 05_Semantik_Pragmatik.md, 06_Lexikon.md, 08_Beispiele.md, 10_Zusammenfassung.md und 12_Wurzelregister.md.

Eingezogene Ausbaupakete

  1. Interrogativpaket
  • sher, shel, shelor, shem, shen, sheva, sheri, shemi
  • linkes Fokusfeld als Default, In-Situ nur für Echo-/Rückfragen
  1. Prädikationspaket
  • Nullkopula im affirmativen unmarkierten Präsens
  • fera als markiertes Stützverb für Negation, Tempus, Resultativ und Irrealis
  1. Adverbpaket
  • dokumentierte Default-Hierarchie für Satzadverbiale
  • klare Trennung zwischen freien Adverbialen und prädikatsnahen Gradpartikeln
  1. Valenzpaket
  • Grundmuster S-V, S-V-O, S-V-Lok, S-V-O-Lok, S-V-REC-THEME, S-V-dei-Satz, S-V-para-Satz
  • Sonderregel für Empfängerpronomen
  1. Relativsatzpaket
  • Gap-Strategie als Kernregel
  • resumptive Possessiv- und Obliqustrategien in markierten Fällen
  1. Verwandtschafts- und Bindungspaket
  • janor, ravor, janor-jorath, jankap-saren, ravath-saren, oryn-saren
  • Beziehungslexik standardmässig nicht-romantisch; Sorge- und Haushaltslogik als soziale Kernsemantik
  1. Lebensphasen- und Ausbildungspaket
  • zhalor, bazhalor, zhalath-drun, zhalath-kavar, meya-therath, ishar-yavath
  • neutrale Kinderreferenz bis zur Anerkennungsbenennung; Ausbildung als Reife- und Funktionspfad statt freier Individualwahl
  1. Medien- und Alltagskulturpaket
  • jemath, sovath, vayen-jorath, senar-melath, sarin-rathen, thalor-rathen, kethar-rathen
  • gemeinsame Hörlagen, Erzählvortrag und soziale Taktgeber statt privatromantischer Freizeitlogik
  1. Technik- und Raumfahrtpaket
  • batela, telor, sirath-werath, demath-werath, thavar-bulen, melyth-kavar, moran-kovath, moran-verun
  • moderne Technik als native Kompositionsschicht; Raumfahrt lokal-orbital und infrastrukturell statt kosmologisch aufgeladen
  1. Digital- und Stadttechnikpaket
  • vayen-davel, werath-vayen, sela-vayen, sirath-talen, vethor-niva, thavar-jorath, telor-jorath, talen-niva
  • digitale Kommunikation als Koordinationswerkzeug; Stadttechnik als Netz-, Leit- und Zugriffssystem
  1. Material- und Handwerkspaket
  • soral, braken, lathen, talmen, brinen, silor, reven, rimen-tavar
  • Werk- und Produktionslexik als native Stoff-, Werkzeug- und Rollenfamilien statt losem Inventar
  1. Haushalt-, Kleidung- und Haltungspaket
  • hedun, murel, rilen, talun, kushen, ravel, medun, vesun
  • Haushalt und Kleidung als funktionale Schicht aus Tragen, Lagern, Reinigen und ruhigen Körperhaltungen
  1. Ordnungs- und Verwaltungspaket
  • garath, siven, zhelen, marken, zanen, kavon, reken, rakan
  • öffentliche Ordnung als abgestimmtes Feld aus Wache, Zugriff, Nachweis, Abgabe und mobiler Aufsicht
  1. Diskurs- und Abstraktpaket
  • helen, zhamen, moten, rolen, halven, melven, veylen, tenen
  • Begründung, Vorbehalt, Wertung und Vergleich sind jetzt als eigene produktive Standardschicht verankert
  1. Semantisches Tiefenpaket
  • java/bazora, rora/vaekeva, sula/synzora, peta/dora, nimen, lirun, rathen, sen, vel
  • Registersynonymie, Oberbegriffe und kontrollierte Mehrdeutigkeit sind jetzt als Teil des Standardwortschatzes dokumentiert

Optionaler Feinausbau

1. Registervarianten dichter Syntax

  • Poetik, Rechtsregister und Ritualsprache könnten später eigene Regeln für starke Voranstellung, Auslassung und enge Nebensatzketten erhalten.

2. Regionale und generationsgebundene Varianten

  • Wenn einzelne Gruppen noch klarer unterscheidbar werden sollen, wären als nächstes Dialektfarben, Altersregister und milieuspezifische Kurzformen sinnvoll.

Arbeitsurteil

Die Grammatik ist jetzt als Kernsystem geschlossen: Verbalkomplex, nichtverbale Prädikation, Fragesystem, Adverbstellung, Grundvalenz, prosodische Fokussteürung, Dialogpartikeln, Anrede, Fragmentrede, erweiterte Relativierung sowie enarisch geprägte Verwandtschafts-, Lebensphasen-, Ausbildungs-, Alltagskultur-, Technik-, Stadtkommunikations-, Material-, Haushalts-, Ordnungs-, Diskurs- und Tiefensemantik greifen ineinander und sind über Morphologie, Syntax, Pragmatik, Lexikon und Beispiele konsistent belegt. Weiterer Ausbau ist ab hier Feinarbeit, nicht mehr strukturelle Reparatur.

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